Digitale, moderne und effiziente Verwaltung

Die FDP erwartet die konsequente Umsetzung einer „digitalen Kommune“ Essen. Die Freien Demokraten fordern daher die digitale Transformation unserer Kommunalverwaltung zur Bündelung der Kompetenzen und der Angebote in die Smart City Essen. Die Digitalisierungsstrategie der Verwaltung wird hierfür ganzheitlich, unbürokratisch und bürgernah betrieben.

In unserer gewachsenen Demokratie gibt es nicht zu wenige, sondern zu viele Gesetze, Regelungen und Vorschriften. Wir Liberale setzen uns dafür ein, überflüssige Regeln abzuschaffen. Deswegen werden wir weiterhin Satzungen durchforsten und jede unnötige Vorschrift abschaffen. Zusätzliche Einsparungen sind durch effizienteren und effektiveren Ressourceneinsatz sowie eine konsequente Entbürokratisierung und Verwaltungsstrukturreform zu realisieren. Unser Ziel ist dabei eine schlanke, aber handlungsfähige Verwaltung als Standortfaktor, die finanzielle Mittel und Personal grundsätzlich an konkreten Bedarfen orientiert einsetzt – vor allem dort, wo sie Bürger und Unternehmen am meisten brauchen.

Aufgrund des massiven demographischen Wandels muss die Stadt weiterhin die Ausbildung qualifizierter und motivierter Nachwuchskräfte vorantreiben und im Wettbewerb mit anderen Kommunen die besten Köpfe gewinnen sowie dauerhaft an sich binden.

Die Verwaltungseffizienz wird durch eine stärkere interkommunale Kooperation in der Ruhrregion erhöht. Wir sind für die Zusammenlegung bestimmter Aufgaben und Leistungen der öffentlichen Verwaltung im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit. Denn das führt zu Kostensenkung, Effizienzsteigerung und einer Bündelung von Wissen.

Jede neue Aufgabe sollte dahingehend auf den Prüfstand kommen, ob sie wirklich notwendig ist. Kurze Entscheidungswege sparen bei allen Beteiligten nicht nur Zeit, sondern auch Geld und Nerven. Die FDP will eine bürger- und serviceorientierte Verwaltung. Verwaltungsangestellte sollten nicht unter starren Vorschriften leiden, sondern im Arbeitsalltag pragmatisch und unbürokratisch handeln können.

„Open Government“ führt zu mehr Transparenz und Teilhabe. Die Durchschaubarkeit der Kommunalpolitik soll durch den Einsatz von Internet und modernen Kommunikationsmedien erreicht werden.

Essen steht noch immer am Anfang der Etablierung digitaler Prozesse und Angebote für Bürger sowie für Unternehmen und Institutionen. Der Essener Platz 52 von 81 deutschen Großstädten durch den Branchenverband „Bitkom“ verdeutlicht den immensen Nachholbedarf. Eine ganzheitliche Digitalisierungsstrategie der Stadtverwaltung und ihrer Beteiligungen besticht durch Funktionalität, Bürgerfreundlichkeit und Netzsicherheit. Zur Transformationbislang analoger Interaktionen bedarf es eine Bündelung aller Kompetenzen auf dem Weg zur Smart City Essen.

Eine Bürger-App als Serviceportal vereinfacht Verwaltungsabläufe und baut bürokratische Hürden ab. Außerdem verbindet diese App Angebote im Konzern Stadt, wie die der Ruhrbahn, der Theater und Philharmonie oder der Stadtwerke. Open Data ermöglicht politische Teilhabe und schafft Transparenz in kommunaler Entscheidungsfindung. Angelaufene Programme, wie „Connected.Essen“ und das „Digitale Arbeitsprogramm“ der Stadtverwaltung im Zuge des Projekts BürgerRatHaus werden forciert und als zentrale Handlungsverfügung erlassen. Cloudanwendungen, wie zum Beispiel die E-Akte oder Online-Postfächer bieten ressourcen- und personalschonende Arbeitsabläufe. Blockchain und Künstliche Intelligenz werden zum Schlüssel der Bewältigung des Fachkräftemangels in der Stadtverwaltung.

Gleichzeitig liefert die Digitalisierung einen großen Beitrag zur Wirtschaftsförderung im Herzen der Ruhrmetropole. Start-ups und Gründer nutzen kommunale Netzwerke und schaffen Arbeitsplätze. Kooperationen mit den Hochschulen, Großkonzernen und mittelständischen Unternehmen sorgen für neue Wirtschaftskraft und stellen zukunftsweisende Jobangebote.

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