Stadtentwicklung und Gewerbeansiedlung als Zukunftsgestaltung

Stadtentwicklung und Stadtplanung bedeutet für eine Großstadt wie Essen Zukunftsgestaltung, um auch künftig eine lebenswerte Stadt zu erhalten und diese weiter zu entwickeln. Die Stadtentwicklung muss sich an den zukünftigen Herausforderungen angesichts des demographischen Wandels orientieren. Essen ist seit einigen Jahren wieder eine wachsende Stadt. Wir fordern daher eine Politik der Stadtentwicklung, die das Wirtschaftswachstum in Essen beschleunigt. Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen müssen die vorhandenen Ressourcen möglichst optimal eingesetzt werden, um auch dann noch Entwicklungsprozesse für diese Stadt möglich zu machen, wenn die dafür benötigten Mittel nicht mehr oder nur noch sehr beschränkt zur Verfügung stehen.

Die Stadtentwicklung muss sich an den zukünftigen Herausforderungen angesichts des demographischen Wandels orientieren. Wir wollen leerstehende Wohngebäude und –flächen an der A 40 für Büro- und Gewerbeansiedlung umwidmen. So wird die Ausweisung derzeitiger Grünflächen für notwendige Gewerbeansiedlung vermieden.

Die Zukunft der Stadt beginnt in den Stadtteilen. Ein lebenswerter Stadtteil ist attraktiv für Jung und Alt. Wohnungsnahe Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangebote sorgen dafür, dass sich auch die wachsende Zahl von älteren Mitbürgern in ihrem Stadtteil wohl fühlt und nicht fürchten muss, aus ihrer gewohnten Lebenswelt gerissen zu werden und den Alltag nicht mehr eigenständig meistern zu können.

Der Essener Wohnungsmarkt ist gespalten: Während im Norden ein Nachfragemangel herrscht, kann die Nachfrage im Süden nicht ausreichend bedient werden. Es gibt einen Bedarf an qualitätsvollen Neubauwohnungen in guten Lagen sowie einen Angebotsmangel bei qualitätsvollen Altbau- und Neubauwohnungen. Um attraktiven Wohnraum anbieten zu können, ist es notwendig, ausreichend Flächen für hochwertige Wohnbebauung zur Verfügung zu stellen. In Quartieren mit hohem Parkdruck erwarten wir von der Stadt eine Problemlösung durch GPS-Systeme und Stadtteilgaragen.

Die FDP fordert einen Masterplan zur Erschließung neuer und Revitalisierung vorhandener Flächenpotentiale für Wohnungsbau und gewerbliche Nutzung. Zahlreiche unsachgemäße Beschränkungen für Neubaugebiete durch den Regionalen Flächennutzungsplan und Regionalplan des Regionalverbandes Ruhr (RVR) müssen entfallen. Gewerbeansiedlung sollte durch konsequente Altlastensanierung ermöglicht werden.

Der Baldeneysee ist für Essen ein Juwel, das stärker genutzt werden muss. Die ersten Schritte sind mit dem Entwicklungskonzept für einen Teilbereich des Seeufers vom Regattaturm bis Schloß Baldeney bereits gemacht, die Umsetzung und Entwicklung weiterer Teilstücke verfolgt die FDP mit Nachdruck.

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