Schulische Leistung fordern und fördern

image001Es gibt zur Zeit eine große Zahl guter städtischer und privater Schulen mit unterschiedlichem Charakter. Wir wollen diese vielfältige Schullandschaft erhalten und in ihrer Qualität weiter ausbauen, um somit ein Höchstmaß an individueller Förderung für unsere Kinder zu ermöglichen. Die Essener FDP steht daher zu einem differenzierten Angebot an Schulformen und Schulstandorten und fördert den Wettbewerb zwischen den Schulen.

Die freie Schulwahl hat sich bewährt. Eltern brauchen ein optimales Auswahlangebot an allen Schulformen. Auch kleinere schulische Einheiten sollen daher erhalten bleiben, wenn sie für ihren Stadtteil von Bedeutung sind. Die demographische Entwicklung in Essen erfordert eine Bildungsplanung zur Stabilisierung des Angebotes an weiterführenden Schulen im differenzierten System. Die FDP wird daher die gymnasialen Oberstufen stärken, indem sie Gesamtschuloberstufen sukzessive auslaufen lässt. Die Gründung von Sekundarschulen lehnt die FDP ab. Der Bezug zur betrieblichen Praxis muss insbesondere in Schulformen der Sekundarschule I verstärkt werden. Daher wollen wir Modelle fördern und ausbauen, die eine regelmäßige Verzahnung von Schule und Betrieb vorsehen.

Besseres Servicemanagement für städtische Schulen: Die Stadt Essen als kommunaler Schulträger steht in der Verantwortung, moderne und hygienisch einwandfreie Gebäude bereitzustellen. Bei unseren Schulgebäuden bestehen jedoch teilweise erhebliche Mängel. Wir werden daher eine Gebäudesanierungs- und Serviceoffensive starten und die maroden Schulgebäude in Stand setzen, um eine Umgebung zu schaffen, in der Lernen Spaß macht. Wir werden Brandschutz- und Schadstoffmängel beseitigen und den hohen Energieverbrauch in unseren Schulen und Betreuungseinrichtungen eindämmen. Hier gilt es auch zu prüfen, inwieweit eine Zusammenarbeit zwischen Kommune und Privatunternehmen unter Einsatz des sogenannten PPP-Modells (Public-Private-Partnership) zu einem besseren, professionellen Servicemanagement für die Organisation des Schulbetriebs, die Lehrer, Eltern und Schüler führen kann.

Jedem Kind muss ein Bildungsabschluss ermöglicht werden, der seinen Begabungen und seinem Fleiß entspricht. Hierfür kann es für Liberale notwendig sein, finanzielle Mittel für bedürftige Kinder auch durch Sachleistungen zu ersetzen und damit die Freiheit der Eltern einzuschränken, um Freiheitsmöglichkeiten der Kinder zu erhalten.

Die passgenaue Förderung der individuellen Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes ist unser Ziel. Dabei ist die Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift Schlüsselqualifikation für das weitere Lernen und damit Grundstein unseres Bildungskonzepts.

Eine hochwertige Bildung kann nur durch einen qualitativ guten Unterricht erzielt werden. Hierfür müssen den Schulen die nötigen Mittel bereit gestellt werden, um ihre Fachräume für Naturwissenschaft, Bildende Kunst, Musik sowie die Sporthallen entsprechend ausstatten zu können. Neueste Multimedia und IT sind unerlässlich, um einen modernen Unterricht zu gewährleisten. Gerade in den Berufsschulen, wo Fächer wie Datenverarbeitung und Organisationslehre unterrichtet werden, herrscht diesbezüglich ein großer Mangelzustand. Wir als FDP wollen zukunftsorientierte Politik betreiben und den zukünftigen Generationen ermöglichen, ihre Chancen und Potentiale optimal auszuschöpfen – auch mit Unterstützung durch Sponsoring. Die FDP will besondere schulische Leistungen fördern. Dazu gehören spezialisierte Angebote für Hochbegabte und Zweisprachigkeit.

Ganztagsangebote müssen bedarfsgerecht für alle Schulformen weiter ausgebaut werden. Das Modell Ganztagsschule darf dabei nicht zur Pflicht werden (kein Zwangsganztag). Für ein vielfältiges und qualitativ ansprechendes Angebot brauchen wir ehrenamtliche Bürger des Stadtteils sowie engagierte Eltern.

Bei der schulischen Inklusion sind große pädagogische wie finanzielle Herausforderungen für die Stadt Essen zu erwarten. Um so verantwortungsloser ist es, dass die rot/grüne Landesregierung hier keine Qualitätsstandards setzt und die Kommunen im Stich lässt, obwohl inklusiver Unterricht ohne entsprechende Mittel vor Ort nicht umgesetzt werden kann. Im Schulbereich setzen wir daher bei der Inklusion auf Qualität statt auf Tempo. Schulen und Lehrer müssen optimal vorbereitet werden, um Kindern je nach ihrem Förderbedarf bestmöglich zu unterstützen. Um Wahlmöglichkeiten für Eltern zu sichern, wollen wir ein Angebot qualifizierter Förderschulen der unterschiedlichsten Förderschwerpunkte in erreichbarer Nähe erhalten. Hier findet ein engagierter, spezialisierter Unterricht mit einem Höchstmaß an individueller Förderung statt.

 

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