Leistungsfähige und vielfältige Kulturangebote

image001Kultureinrichtungen benötigen auch in Zukunft Gestaltungsspielräume und müssen leistungsfähig, gleichwohl aber bezahlbar bleiben. Um dies zu garantieren, bedürfen sie einer wirtschaftlichen Organisation, damit der weitere Anspruch der Haushaltskonsolidierung auch in diesem Feld nicht aufgegeben werden muss.

Die ersten Weichen dafür sind gestellt: das Aalto-Musiktheater, das Aalto-Ballett, die Essener Philharmoniker, das Schauspiel sowie die Philharmonie bilden unter dem Dach der Theater und Philharmonie Essen (TuP) einen der größten Theaterbetriebe und haben in den vergangenen Jahren einen wichtigen Konsolidierungsbeitrag geleistet. Ziel der FDP ist es, zeitnah auch die Werkstätten im Theaterbereich zusammenzulegen.

Die FDP will die 15 Stadtteilbibliotheken als kleine dezentrale Kulturzentren auch in Zukunft erhalten. Weitere Einsparungen müssen jedoch in der Zentralbibliothek, beispielsweise über eine Änderung der Öffnungszeiten, noch erzielt werden.

Im Haus der Essener Geschichte sind sämtliche stadtgeschichtliche Archive vereint und bieten Geschichtsinitiativen, Schulen und der Universität interessante Forschungsmöglichkeiten. Um das Haus der Essener Geschichte einer breiten Öffentlichkeit zu öffnen, ist das Engagement Ehrenamtlicher einzubeziehen. Das Haus der Essener Geschichte sollte wie die Alte Synagoge, das Schloß Borbeck und weitere Kultureinrichtungen dem Kulturbüro zugeordnet werden.

Die Konzentration von Angeboten der VHS in der Hauptstelle am Burgplatz wird aus wirtschaftlichen Gründen von der FDP begrüßt, zumal trotz vorgenommener Einschnitte die Leistungsfähigkeit der Weiterbildung unverändert gegeben ist. Ein Verbund der Essener VHS mit Mülheim und Oberhausen ist aus Sicht der FDP ein Konzept, das forciert werden sollte.

Die weitere Entwicklung der Zeche Zollverein als Symbol für Industriekultur und Sinnbild für das neue Ruhrgebiet findet die Unterstützung der Essener FDP. Fördermittel wurden und werden hier gut investiert.

Die Freie Kulturszene ist ein wichtiger Faktor im kulturellen Leben der Stadt Essen. Ohne den freien Kulturbereich wäre das kulturelle Angebot erheblich eingeschränkt und von weniger Vielfalt, Qualität und Quantität geprägt. Eine angemessene finanzielle Förderung der freien Kulturträger bietet Künstlern und Kulturschaffenden Möglichkeiten zur Entfaltung. Die FDP setzt sich dafür mit dem dennoch nötigen finanziellen Augenmaß in den zuständigen Gremien ein.

Durch viele Initiativen und Projekte steigen das kulturelle Angebot der Stadt und damit die Lebensqualität. Diese kulturelle Vielfalt muss daher bewahrt werden. Dazu ist auch eine enge Kooperation der kulturellen Einrichtungen und Anbieter in der Ruhrregion erstrebenswert. Auch private Kultureinrichtungen müssen gefördert werden. Ihr Wettbewerb zu den subventionierten, kommerziellen Anbietern ist zulässig. Wir wollen ein Kulturangebot, das breit von allen Bürgern mitgestaltet und getragen wird.

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