Frühkindliche Bildung und Betreuung verbessern

Die FDP tritt dafür ein, dass den Elternwünschen folgend ein bedarfsgerechtes und wohnortnahes Betreuungsangebot geschaffen wird.

Wir wollen eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Die heutigen Betreuungszeiten müssen der Realität einer modernen Arbeitswelt angepasst werden. Fernab der klassischen Modelle müssen Eltern auch Angebote vorfinden, die außerhalb von Kernarbeitszeiten liegen. Bisher ist nur ein marginaler Teil der Träger dazu in der Lage, bedarfsgerechte Betreuungsangebote vorzuhalten. Das möchten wir ändern. Daher sollen besondere Anreize für diejenigen Träger geschaffen werden, die eine Betreuung außerhalb der Kernzeiten zur Verfügung stellen. Mehr Flexibilität wollen wir ferner durch ein Kitaplatz-Sharing ermöglichen.

Wir möchten qualitativ hochwertige Bildungs- und Betreuungsangebote dadurch schaffen, dass unter den Trägern ein Wettbewerb um beste Konzepte entsteht. Daher halten wir an der in Essen gelebten Praxis der Trägerpluralität fest. Eltern sollten selbstbestimmt die bestmögliche frühkindliche Förderung für ihre Kinder wählen können. Die Freien Demokraten werden Eltern nicht bevormunden: Für uns sind sowohl Kindertagespflege als auch Kita gleichberechtigte Modelle der Kinderbetreuung. Wir erwarten professionelle Standards für alle Betreuungsformen. Frühkindliche Bildung und Kinderbetreuung sind zu wichtig, um ideologisch besetzt zu werden.

Essen braucht ebenso einen quantitativen Ausbau im Kitabereich: Noch immer fehlen in Essen rund 2.500 Kindergartenplätze. Wir möchten, dass alle Eltern, die dies wünschen, ein passendes wohnortnahes Betreuungsangebot vorfinden. Damit dies gelingt, müssen Verwaltungsstrukturen effizienter werden und die fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit gestärkt werden.

Beim Kitaausbau müssen neue Wege beschritten werden: Wir möchten es auch kleineren Unternehmen ermöglichen, mit Betriebskindergärten eigene und passgenaue Betreuungsangebote zu schaffen. Hierfür soll es seitens der Stadt ein besseres Beratungs- und Unterstützungsangebot geben, welches es jedem Arbeitgeber ermöglicht, betriebliche oder betriebsnahe Betreuungsangebote zu schaffen.

Die FDP setzt sich für die Durchführung effektiver Präventionsangebote ein. Hierdurch kann unter anderem der enge Zusammenhang zwischen Bildungschancen und sozialer Herkunft aufgelöst werden. Leider ist es bisher die Strategie der Stadt Essen, mit teuren, reaktiven und ungeprüften Programmen der Ungleichheit von Bildungschancen entgegenzutreten. Daher will die FDP die Angebote stärken, welche es jungen Menschen ermöglichen, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft Bildungsaufsteiger zu werden. Die städtischen Angebote im Bereich Kinder- und Jugendarbeit wollen wir auf ihre Wirksamkeit hin überprüfen. Zukünftig soll es in Essen eine ausreichende Anzahl an nachprüfbar erfolgreichen Bildungsangeboten geben, welche es allen jungen Menschen ermöglichen, beste Chancen für einen selbstbestimmten Lebensweg vorzufinden.

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